Auswirkungen der COVID-19 Pandemie

Aktuelle Informationen/Einschätzung (Stand 30.04.2020)

 

Wealthcap sowie unsere Partner und Dienstleister sind voll leistungsfähig

Durch etablierte digitale Geschäftsprozesse und unsere vernetzte technische Ausstattung sind wir standortunabhängig jederzeit arbeitsfähig, um uns Ihren Belangen und Ihren Beteiligungen uneingeschränkt widmen zu können. Mit unseren Partnern und Dienstleistern vor Ort stehen wir in regelmäßigem Austausch, um Strategien für Investitionsobjekte oder Mieter abstimmen und umsetzen zu können. Wir treffen so stets nach aktuellem Kenntnisstand adäquate Vorkehrungen zum Schutz und zur Weiterentwicklung von Assets und Beteiligungen.
 
 
Aktuelle Informationen zu unseren Anlageklassen
 

 


Einordnung Immobilienmärkte

 
Die Corona-Krise ist eine globale Herausforderung, die auf robuste Immobilienmärkte trifft.
 
Die Ausbreitung von COVID-19 ist gesamtwirtschaftlich gesehen sowohl mit einem Nachfrageschock als auch mit einem Angebotsschock verbunden. Dies sowie das fehlende Wissen über Dauer und Ausmaß der Krise reduzieren den wirtschaftspolitischen Handlungsspielraum.
 
Generell haben illiquide Konzepte in unsicheren Phasen den Vorteil, weniger zu Volatilität zu neigen und etwaige Schwankungen abwarten zu können. Sie konzentrieren sich weniger auf kurzfristige Gewinnerzielung als auf die nachhaltige Weiterentwicklung von Vermögenswerten sowie Assets und deren zukunftsfähige Ausrichtung, was einen wichtigen positiven Faktor im aktuell unsicheren Marktumfeld darstellt.
 
Die Immobilienmärkte in Deutschland reagieren je nach Anlageklasse unterschiedlich. Der Immobilienmarkt unterliegt vielfältigen Einflüssen, die teils in Wechselwirkung stehen – so ist eine konjunkturelle Eintrübung sicher eine Belastung, während die stabilisierenden Eingriffe von Zinssenkungen, Refinanzierungsmöglichkeiten und das Verhältnis vergleichsweise hoher Nachfrage zu begrenztem Angebot für die Preise von Immobilien unterstützend wirken können.
 
Schließlich ist jede Immobilie einzigartig – aufgrund ihrer Lage, ihrer Nutzung, der Mieter und deren Geschäftsmodellen –, so dass eine individuelle Analyse bei der Einordnung erforderlich ist.
 

Wir analysieren laufend die Lage und justieren unsere Strategie

Wir nehmen die Situation sehr ernst und analysieren dynamisch die tägliche Situation – inklusive der Betrachtung möglicher Implikationen. Unsere Marktexperten beobachten kritisch die Veränderungen auf den Immobilienmärkten und stimmen sich eng mit unseren Researchpartnern ab, um fortwährend auf Basis der neuesten Entwicklungen agieren zu können. Dazu zählen die volkswirtschaftlichen Auswirkungen, etwaige Auswirkungen auf die Immobilienmärkte, insbesondere das Transaktionsgeschehen, Flächenumsätze, Leerstände, Mietentwicklungen, aber natürlich auch die Zinsentwicklungen und die Kreditvergabe der Banken.
 
Unser wöchentliches Monitoring auf Ebene der Fonds enthält umfangreiche qualitative und quantitative Stresstests, die folgende Arbeitspakete umfassen, die je Fonds erhoben werden:
 
  1. Analyse der Mieterstruktur – hier achten wir insbesondere auf Mieter und Branchen, die besonders von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind
  2. Analyse der Finanzierungsstruktur – hier untersuchen wir, ob bestehende Darlehen durch die Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt sind
  3. Analyse der Liquiditätssituation – hier prüfen wir laufend, ob ein Fonds über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um auch schwache Marktperioden zu überstehen
  4. Analyse von Sensitivitäten – hier unterstellen wir signifikante Veränderungen der Mieteinnahmen und Marktwerte
 
Darüber hinaus untersuchen wir in stetiger Zusammenarbeit mit unseren Experten Auswirkungen auf Regulatorik, staatliche Fördermaßnahmen sowie etwaige Anpassungen in der Rechtslage.
 
Seien Sie versichert: Wealthcap verfügt über Angebotskonzepte für diese Zeit. Als langfristig orientierte Real-Asset- und Investmentmanager setzen wir auf nachhaltige Investitionsstrategien mit besonders tragfähiger Ausrichtung. Resilienz und Robustheit spielen bei der Auswahl unserer Assets und der Entwicklung unserer Investmentkonzepte eine zentrale Rolle.
 
 

Ersteinschätzung Büroimmobilienmarkt

 

Der Markt für Büroimmobilien reagiert durchaus auf konjunkturelle Schwankungen, daher wird der zu erwartende wirtschaftliche Rückgang Spuren hinterlassen. Davon ausgehend, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus greifen, gehen wir derzeit von einer sukzessiven wirtschaftlichen Erholung etwa ab Jahresmitte aus und erwarten folgende Entwicklungen:
 
 
 
 
  1. Der eher angespannte und nachfragegetriebene Transaktionsmarkt in den A-Märkten hat sich abgekühlt und die Lage auf den meisten Büromärkten wird sich insbesondere in den Hauptmärkten normalisieren – die Leerstände steigen voraussichtlich wieder an, wobei sich das Gesamtniveau dennoch auf einem moderaten Level bewegen dürfte
  2. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit verstärkt sich der Trend zur Verlängerung bestehender Mietverträge – wir gehen davon aus, dass Entscheidungen für neue Mietverträge eher verschoben werden
  3. Co-Working-Anbieter werden in den Gemeinflächen stärker und unmittelbar von sinkender Nachfrage betroffen sein, während bei den Büroflächen (z. B. für die Etablierung von Zweitstandorten für Business Continuity) durchaus mit Neuanfragen zu rechnen ist. Dies trifft auch auf Unternehmen, die von Branchenkrisen erfasst wurden, etwa aus den Sektoren Transport (z. B. Luftfahrt) und Tourismus, zu. Hier sind verstärkt wirtschaftliche Hilfen, auch von Vermieterseite gefragt. Branchen wie Pharma oder ausgewählte Software-Unternehmen können Profiteure der Krise sein, weitere Mieter wie die öffentliche Hand, Telekommunikation, Wirtschaftsprüfer uvm sehen wir stabil.
  4. Finanzierungen für neue Projekte werden auf den Prüfstand gestellt bzw. verschoben

 

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Einordnung Zielfondsmärkte

 
Die Eigenkapitalmärkte sind derzeit einer hohen Volatilität ausgesetzt, was man an den täglichen Aktienmarktentwicklungen ablesen kann. Illiquide Konzepte haben den Vorteil, nicht unmittelbar von aktuellen Kursschwankungen betroffen zu sein, da sie sich weniger auf kurzfristige Gewinnerzielung als auf die langfristige Weiterentwicklung der Assets und deren zukunftsfähige Ausrichtung konzentrieren, was einen wichtigen positiven Faktor im aktuell unsicheren Marktumfeld darstellt.
 
Konzeptionsgemäß liegt den Zielfondskonzepten eine breite Streuung auf mehreren Ebenen zugrunde, um auch so die Volatilität der Performance langfristig reduzieren zu können:
 
  1. Streuung auf Assets, Branchen und Nutzungsarten
  2. Streuung auf Regionen und Länder
  3. Mehrere Zielfondspartner in einem AIF (und damit noch breitere Streuung)
  4. Unterschiedliche Investitions- und damit auch Desinvestitionszeitpunkte, um von einzelnen Marktphasen unabhängiger zu werden

 

Wir analysieren laufend die Lage und justieren unsere Strategie

Wir nehmen die Situation sehr ernst und analysieren dynamisch die tägliche Situation – inklusive der Betrachtung möglicher Implikationen. Unsere Marktexperten beobachten kritisch die Veränderungen auf den Zielfondsmärkten und stehen in engem Austausch mit unseren Zielfondspartnern, die fortwährend auf Basis der neuesten Entwicklungen agieren.
 
Seien Sie versichert: Wealthcap verfügt über Angebotskonzepte für diese Zeit. Als langfristig orientierte Real-Asset- und Investmentmanager setzen wir auf nachhaltige Investitionsstrategien mit besonders tragfähiger Ausrichtung. Resilienz und Robustheit spielen bei der Auswahl unserer Zielfondspartner und ihren Investmentkonzepten eine zentrale Rolle.
 

Ersteinschätzung Private Equity

Private Equity hat gerade im Fokussegment Large Buyout in der Vergangenheit bewiesen, dass es vergleichsweise stabil auf Krisen reagiert. Dies liegt im Wesentlichen darin begründet, dass große Fonds ihrerseits größere und bereits am Markt etablierte Unternehmen erwerben. Solche Unternehmen können Krisen häufig besser bzw. langfristiger überstehen als kleine oder mittelgroße Betriebe. Gleichwohl sind Unternehmen jedoch auch hier in Abhängigkeit von der Branche oder Region in unterschiedlichem Ausmaß von der Krise betroffen.
 
Auf Zielfondsebene ist vor allem der aktuelle Investitionsstand zu betrachten. Zielfonds, die derzeit einen hohen Bestand an Unternehmen haben, werden von der Krise stärker betroffen sein, als Zielfonds, bei denen bereits viele Unternehmen veräußert wurden. Gerade bei noch in der Investitionsphase befindlichen Zielfonds können das vorhandene Eigenkapital und die Flexibilität, dieses in Phasen niedrigerer Bewertungen investieren zu können, auch einen Vorteil darstellen.
 

Ersteinschätzung Portfoliofonds

Portfoliofonds sind gekennzeichnet durch eine besonders breite Streuung des investierten Kapitals auf unterschiedliche Assetklassen infolge von Investitionen in Private-Equity, Immobilien und Infrastruktur Zielfonds. Portfoliofonds, die auf eine langfristige Wertentwicklung der Investitionsobjekte ausgelegt sind, sind grundsätzlich weniger stark von den direkten Schwankungen auf den Kapitalmärkten betroffen.

 

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Weitere Anlageklassen

 

Erneuerbare Energien

Die Entwicklungen am Strommarkt werden den Sektor nicht treffen, da die Stromabnahme durch EEG geregelt ist und an einem fixen Tarif gebunden ist. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft wegen der Coronakrise die Notwendigkeit von Änderungen insbesondere in Hinblick auf Zeitvorgaben für die Fertigstellung von Wind- und Solarparks. Damit zeigt die Bundesregierung Entschlossenheit in der Verfolgung von EEG-Zielen. Somit ist davon auszugehen, dass die Coronakrise keine Auswirkung auf das EEG hat.
 

Life Fonds

Die Auswirkungen durch das Corona Virus und die Asset Performance sind vernachlässigbar. Auch die kapitalbildenen Lebensversicherungspolicen, die durchaus zu großen Teilen in Aktien, aber auch in Staats- und Unternehmensanleihen sowie Immobilien investiert sind werden für die Life Britannia-Fonds aufgrund der geringen Restbestände keine großen Auswirkungen nach sich ziehen. Insofern wirken sich Schwankungen auf den Aktienmärkten nicht auf die Zahlungsfähigkeit/Liquidität der Lebensversicherer aus. Der in Aktien investierte Anteil der General Accounts der US-Lebensversicherer betrug im Jahr 2018 nur ca. 2,2 % der Gesamtmittel. Insofern wirken sich Schwankungen auf den Aktienmärkten nicht auf die Zahlungsfähigkeit/Liquidität der Lebensversicherer aus. Dies gilt auch für die Lebenswert Fonds auf Basis von US-Policen.
 

Flugzeuge

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der aktuellen Krise durch das Coronavirus auf den Flugzeugmarkt sind noch nicht abzusehen. Der damit verbundene Rückgang der Passagierzahlen betrifft aber insbesondere Großraumflugzeuge wie den A380. Da der Superjumbo mangels Auslastung derzeit nicht profitabel betrieben werden kann, stellen Airlines diesen, wie auch große Teile ihrer übrigen Flotte, temporär außer Dienst. Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass einige der Maschinen nicht mehr in Betrieb genommen und vorzeitig verwertet werden. Dies und eine aus der COVID-19 Pandemie evtl. resultierende Wirtschaftskrise werden die Entwicklung der Preise für Großraumflugzeuge voraussichtlich spürbar bremsen.
 
In den aktuellen Gutachten (Stand Ende 10/2019) findet die Coronakrise noch keine Berücksichtigung. Mit ersten aktualisierten Werten kann lt. Gutachtern nicht vor Ende April gerechnet werden.
 
Der Ausfall von Singapore Airlines als Leasingnehmerin wird derzeit nach wie vor als wenig wahrscheinlich angesehen. Leasingraten sind vertraglich fest vereinbart und korrelieren nicht mit den Börsenentwicklungen. Der Staat Singapur ist mittels diverser Maßnahmen auch eine Stütze für die Fluggesellschaft bei der Bewältigung der Folgen der Coronakrise.
 
 

Diese Informationen wurden von Wealthcap erstellt. Wir übernehmen keine Gewähr für deren Inhalt und Vollständigkeit (Stand: 30.04.2020).

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