München unter Strom
Wie Wealthcap und VOLTARO die Dächer über der Stadt in Kraftwerke verwandeln
Wie jede Metropole ist auch München in ständiger Transformation begriffen. Und die findet längst nicht mehr nur auf den Straßen statt, wo geplant, gebaut und verdichtet wird. Sie hat sich parallel auch nach oben verlagert, auf die Dächer über der Stadt. Photovoltaikmodule absorbieren das Sonnenlicht und erzeugen lokal Strom. So werden Gebäude zu kleinen, dezentralen und emissionsfreien Kraftwerken.
Wo die Stadt das Licht einfängt
Über der bayerischen Landeshauptstadt wird ein neues Kapitel der Energiewende aufgeschlagen – leise und doch von weitreichender Wirkung. Während in den Straßen unten der Verkehr rauscht, erzeugen die Gebäude oben Strom. Nicht für das anonyme Netz, sondern für ihre Mieter:innen. Und für eine Stadt, die ihre Energiezukunft aktiv gestaltet.
Genau hier ereignet sich das, was Wealthcap und VOLTARO verbindet: die Überzeugung, dass Fortschritt nur dann zählt, wenn er für alle Seiten einen Mehrwert schafft. „Nachhaltigkeit darf kein abstrakter Begriff bleiben“, sagt Julia Hauber-Güttinger, Head of ESG Real Estate bei Wealthcap. „Man muss sie dorthin bringen, wo sie Wirkung entfaltet.“ Auf den Dächern mehrerer Bürogebäude haben Wealthcap und VOLTARO gemeinsam Photovoltaikanlagen installiert. Die Module wandeln Sonne in Strom um und machen die Gebäude zu Akteuren einer umwelt- und klimagerechteren Stadtentwicklung.
Wenn Zusammenarbeit zum Antrieb wird
Als Wealthcap 2021 gemeinsam mit VOLTARO – einem unabhängigen Berater, Projektsteuerer und Asset Manager für Photovoltaikanlagen – das erste Projekt startete – dabei handelt es sich um das Einkaufszentrum Roter Turm in Chemnitz –, war dies nicht nur eine ESG-Maßnahme, sondern eine strategische Entscheidung. „Unser Ansatz war von Anfang an partnerschaftlich“, erklärt Alessandro Mauri, Gründer und Geschäftsführer von VOLTARO. „Wir verkaufen keine Anlagen, wir orchestrieren sie. Unser Job ist es, Dachflächen in planbare Ertragsquellen zu verwandeln – modelloffen, rechtssicher und mit minimalem Aufwand für Eigentümer.“
Mittlerweile hat VOLTARO für Wealthcap über 20 Objekte geprüft, fünf davon bereits realisiert – darunter vier Bürogebäude in München. In Summe betreut das Unternehmen rund 300 Projekte deutschlandweit. Sie zeigen, dass die Energiewende nicht nur auf weiten Flächen und Industriearealen stattfindet, sondern auch im verdichteten Bestand einer Großstadt – mitten im urbanen Leben, zwischen Verkehr, Architektur und Alltag.
Ein Förderprogramm mit Strahlkraft
Die Unterstützung durch die Stadt München ist mehr als nur ein finanzieller Anreiz. Sie ist ein Signal. Mit dem „Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG)“ unterstützt die Landeshauptstadt Investitionen in Photovoltaik und Gründächer, insbesondere wenn diese mit hochwertigen Glas-Glas-Modulen kombiniert werden. Dieses Material ist nicht nur effizient, sondern auch brandsicher und lichtdurchlässig. „Das Programm zeigt, dass die Stadt nicht nur fordert, sondern auch fördert“, sagt Julia Hauber-Güttinger. „Es geht nicht mehr darum, ob man umwelt- und klimabewusst investiert, sondern wie konsequent man es tut.“ Für Wealthcap ist der Förderrahmen ein Baustein in einer größeren Strategie: Gebäude sollen nicht nur CO₂ einsparen, sondern aktiv Energie erzeugen. Hauber-Güttinger ergänzt: „Wir sehen uns in der Verantwortung, den Bestand weiterzudenken. ESG ist für uns kein Label, sondern eine Haltung.“
Eine Lösung für das Stichwort „Gewerblichkeit“
Doch die Energiewende wirft neben technischen auch steuerliche Fragestellungen auf. Eine davon heißt „Gewerblichkeit“. Fonds, die selbst Strom verkaufen, riskieren (noch) steuerliche Verwerfungen, weil Mieteinnahmen und gewerbliche Stromerträge steuerlich schwer miteinander vereinbar sind. Hierfür wurde eine strukturell elegante Antwort entwickelt: Der Fonds investiert in die Anlage, verpachtet sie aber an VOLTARO. Das Unternehmen übernimmt Betrieb, Risiko und Stromlieferung, während der Fonds Eigentümer bleibt und gewerbesteuerfrei agiert. „Das Modell schlägt eine clevere Brücke zwischen Aufwand und Rendite“, sagt Hauber-Güttinger und VOLTARO-Gründer Mauri ergänzt: „Der Fonds bleibt Eigentümer, aber wir tragen die unternehmerische Verantwortung. So funktioniert Energiepartnerschaft im 21. Jahrhundert.“
Während sich die Diskussion über nachhaltige Investments oft in Abstraktionen verliert, hat die Photovoltaik eine klare Antwort gefunden: Sie rechnet sich. Steigende Energiepreise und die CO₂-Bepreisung machen sie zur Low Hanging Fruit der ESG-Strategien. Und doch geht es um mehr als Amortisation. „Was früher Pflichtübung war, ist heute ein strategischer Vorteil“, sagt Hauber-Güttinger. „Photovoltaik ist nicht nur Technologie, sie ist ein Statement. Sie zeigt, dass wir unsere ESG-Versprechen wirklich leben.“
Dezentral denken, loyal handeln
Wer von Energiewende spricht, muss auch über Dezentralität reden. „Die Zukunft liegt nicht in großen Zentralen, sondern in vielen kleinen Systemen, die miteinander kommunizieren“, sagt Mauri. On-Site-Verträge, lokale Netze und Quartierslösungen – all das sind Bausteine eines neuen urbanen Energieverständnisses. Noch ist nicht alles regulatorisch geklärt, doch die Richtung ist klar: Energie wird lokal produziert und lokal verbraucht. „München hat dafür beste Voraussetzungen“, ergänzt Hauber-Güttinger. „Wir haben eine Stadtverwaltung, die versteht, dass nachhaltige Stadtentwicklung und Energieautarkie zusammengehören. Wir müssen es nur umsetzen.“
2022 hat Wealthcap angekündigt, Photovoltaik zu einem zentralen Baustein der ESG-Strategie zu machen. Heute zeugen Münchens Dächer von diesem Vorhaben. Die Anlagen produzieren nicht nur Energie, sondern sie erzählen auch eine Geschichte: von Partnerschaft, Technik und einer neuen Art von Verantwortung.


